Das Schöne an der Zukunft ist, dass sie noch nicht stattgefunden hat. Daher konnten Sie sich mit der Übung Ihre positive Zukunft vorstellen, in der Sie mehr Zeit haben. Diese Vision können Sie als Richtschnur nutzen.
Allerdings kann es natürlich auch sein, dass die Zukunft sich anders entwickelt und sich ein möglicherweise schon bestehender negativer Trend im Sinne eines Teufelskreises fortsetzt – Sie haben jetzt ja schon zu wenig Zeit. Diese Schreckensszenario zu kennen ist oft gut, da Sie dann ein Bild vor Augen haben, dass es unbedingt zu vermeiden gilt.
Auch hier lade ich Sie dazu ein, sich hinzusetzen, jedoch dieses Mal zum „Albträumen“. Stellen Sie sich vor, wie denn ein „Worst case“ aussehen könnte, wenn Ihre aktuelle Situation mit zu wenig Zeit sich fortsetzen würde.

Der Albtraum eines Vaters könnte sein: „Es ist Freitagnachmittag. Einer der Freitagnachmittage, wie ich sie regelmäßig alle zwei Wochen erlebe. An denen meine beiden Kinder zu mir kommen, um das Vaterwochenende mit mir zu verbringen. Seit der Trennung von meiner Frau ist dies normal. Ich finde das alles sch…, aber es ist so gekommen, weil ich zu wenig für meine Frau und meine Kinder da war. Der Job kam zuerst und danach nicht mehr viel. Nun habe ich nur wenige Glücksmomente mit meinen Kindern, auch weil sie erkannt haben, dass ich der Hauptschuldige dafür bin, dass wir keine glückliche Familie mehr sind. Entsprechend angespannt sind diese Wochenenden.“

Wie sieht Ihr „Worst Case“ aus, den Sie vermeiden wollen? Durchleben Sie wieder ein Beispiel mit allen Sinnen. Wie fühlen Sie sich? Ängstlich, frustriert, deprimiert, einsam, hilflos, enttäuscht, müde, traurig, wütend*? 
Wenn Sie mögen, schreiben Sie Ihren Albtraum auf. Traum und Albtraum können Ihnen als Richtschnüre für Ihre Zukunft dienen.
* Auch bei den negativen Gefühlen, fällt es uns ab und zu schwer, diese präzise auszudrücken – gerne können Sie sich HIER eine Liste der negativen Gefühle herunterladen.