Viele Führungskräfte, die zu wenig Zeit haben, haben starke negative Gefühle wie Stress, Frustration und Enttäuschung, die vielfach schon lange andauern, wodurch eine große Hilflosigkeit entsteht.
Der erste Schritt zur Veränderung liegt daher oft darin, sich diese Hilflosigkeit einzugestehen und Hilfe zu suchen. Glücklicherweise wird dies heutzutage positiv gesehen, so dass viele Menschen Hilfe anbieten. Dabei stellt sich die Frage, wie Sie denn die richtige Person auswählen.
Aus meiner Erfahrung sind es drei Kriterien, die sich bewährt haben:
  1. Die Person sollte wissen, was sie tut.
    Viele Menschen sind empathisch und wollen anderen helfen. Damit Sie aber vorankommen, reicht Mitgefühl allein nicht aus, sonst sind Sie zwar nicht mehr alleine in Ihrem Elend, aber kommen auch nicht weiter. Ihre Veränderung ist substanziell, mühsam und anspruchsvoll und benötigt Wissen und Erfahrung aus Psychologie, Biologie und Neurowissenschaften und tiefe Erfahrung damit, seine Zeit gut zu organisieren.
  2. Die Person sollte einen Plan haben.
    Zu helfen ist ein zutiefst menschlicher Wunsch, der sich aber häufig auf ein „Wie kann ich dir helfen?“ beschränkt. Die Erfahrung zeigt, dass solche Veränderungen über Monate dauern und einer Struktur folgen sollten, damit sie dauerhaft sind. Fragen Sie also die Menschen, die Ihnen Hilfe anbieten, was sie denn wann tun wollen.
  3. Die Person sollte Ihre Interessen vertreten.
    Viele Menschen, mit denen Sie engen Kontakt haben, haben eigene Interessen: Ihre Partnerin will eigenen Freiraum gewinnen. Ihre Kollegin, die Sie regelmäßig um Rat frägt, will dies auch weiterhin tun können. Ihr Kollege, der Ihre Gesellschaft schätzt, will dies beibehalten. Entsprechend subjektiv ist deren Sichtweise auf Ihre Situation. Die Gefahr ist groß, dass diese Menschen sie unbewusst in eine Richtung verändern, die deren Interessen nicht gefährden. Überlegen Sie sich daher bei jedem Helfer, was er denn verlieren würde, wenn Sie sich verändern.
Meine Empfehlung: Ein Helfer sollte in allen drei Kriterien gut abschneiden, damit er Sie wirklich weiterbringen kann.
Wenn Sie auf Ihr berufliches oder privates Umfeld schauen:
Wen gibt es, der Ihnen helfen könnte, Ihren Zeitmangel zu beseitigen?
Ist diese Person für Sie ein Vorbild für gutes Zeitmanagement?
Welche Art der Unterstützung wünschen Sie sich von dieser Person?
Wie schneidet die Person in Bezug auf die drei Kriterien ab?
Finden Sie jemanden, der die drei Kriterien erfüllt?